Der Neubau des GaM wird wissentlich zu klein geplant!


Der Bürgermeister berichtet mit Stolz, dass der Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg aufgrund des Ausschreibungsstandes nunmehr feststeht.

Grundsätzlich wäre dem nichts hinzuzufügen, wenn bei der größten Investition von rund 30.000.000,–Euro, die die Stadt je getätigt hat, von einigen Fraktionen im Rathaus nicht billigend in Kauf genommen würde, dass die Schule zu klein gebaut wird.

Ursprünglich wollten CDU und Grüne damit wohl die Zahl der externen Schülerinnen und Schüler klein halten. Da aufgrund der jetzt im Raum stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten ( Gründung einer Vermögensgesellschaft, wodurch über die Schulkostenbeiträge für externe Schülerinnen und Schüler nicht nur die Betriebskosten sondern auch die Investitionskosten für die Schule voll refinanziert werden) dies wirtschaftlicher Unsinn ist, wird und muss die SPD diesen Punkt immer wieder einbringen.

Die Schule startet in den unteren Jahrgängen immer mindestens vierzügig. Das wird aufgrund der Schülerzahlen auch in der Zukunft nicht anders sein.

Bei der jetzigen Planung ist das pädagogische Konzept der Schule für die Jahrgangsgestaltung gar nicht oder nur schwer umsetzbar.

Die über die Reduzierung von 31/2 Zügigkeit auf Dreizügigkeit (Mehrheitsbeschluss von CDU und Grünen) eingesparten Kosten von rund 1.000.000,–€ zu Baukosten von rund 30.000.000,–€ sind marginal  und dürften eigentlich keinen Ausschlag geben, führt aber dazu, dass in den unteren Jahrgängen ein Zug fehlt.

Die spätere Nachbesserung wird deutlich teurer werden und erreicht unter funktionalen Gesichtspunkten wie ausgeführt ein wesentlich schlechteres Ergebnis.

Zudem ist auch nach gutachterlicher Betrachtung der Betrieb eines vierzügigen Gymnasiums offensichtlich am wirtschaftlichsten, weil nur hierüber eine Vollauslastung der Fachunterrichtsräume erreicht wird.

Trotz dieser Erkenntnisse sehen CDU und Grüne keinen Anlass ihre Fehlentscheidung zu korrigieren. Die SPD hatte in der Weihnachtssitzung der Stadtverordnetenversammlung noch einmal ausdrücklich auf diese Fehlplanung hingewiesen.

Hans Tylinski

Vorsitzender der SPD-Fraktion

7. Januar 2020