Die
öffentliche Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Bad Schwartaufand am 7. März 2011 um 19.30 Uhr in
der Gaststätte „Beograd“ in Bad Schwartau statt.
Die Vorsitzende des OV, Sandra Redmann konnte insgesamt 24
anwesende Mitglieder
begrüßen.
Auf der Tagesordnung stand neben
Berichten aus den Fraktionen, Vorstandswahlen und als zentrales politisches Thema „Innenstadtentwicklung
und Stadtmarketing“ zur Diskussion an.
Zunächst wurden die Berichte aus den
Fraktionen gehalten. Hier fand naturgemäß der Bericht aus Kiel besondere
Beachtung. Allgemein wurde die Wahl von Torsten Albig zum Spitzenkandidaten der
SPD in Schleswig-Holstein begrüßt. Der deutliche Erfolg von Albig war so von
vielen nicht erwartet worden. Letztlich ebenso positiv wird der Schritt von
Albig und Stegner begrüßt, die Geschlossenheit der SPD in Schleswig-Holstein zu
forcieren und alle Kräfte für den bevorstehenden Landtagswahlkampf zu bündeln.
Bei den sich anschließenden
Vorstandswahlen werden die vorliegenden Empfehlungen des alten Vorstands für die
Zusammensetzung des neuen Vorstands von der Mitgliederversammlung ohne
Gegenkandidatur voll getragen.
So wird Sandra Redmann als alte und
neue Vorsitzende des Ortsvereins mit 24 Ja-Stimmen bestätigt. Ebenso mit 24
Ja-Stimmen werden Uwe Beckmann zum stellvertretenden Vorsitzenden, Hans-Peter
Pahlke zum Kassenwart, Hansjörg Thelen zum Schriftführer und Manfred Mohr zum
Organisationsleiter gewählt. Als Beisitzer vervollständigen den neuen Vorstand
Elisabeth Kremer, Axel Gieseler, Björn Frohne, Christina Rux, Manfred Hanisch
und Rainer Bahrdt.
Als Delegierte für den
Kreisparteitag werden Sandra Redmann, Christina Rux, Axel Gieseler, Manfred Mohr
und Uwe Beckmann gewählt. Für den Kreisparteiausschuss fällt die Wahl auf Sandra
Redmann, Uwe Beckmann und Hansjörg Thelen.
Aufgrund
der fortgeschrittenen Zeit kann das zentrale politische Thema
„Innenstadtentwicklung und Stadtmarketing“ nur kurz behandelt werden.
Die
SPD hat sich bereits seit geraumer Zeit dafür stark gemacht, dass vor dem
baulichen Beginn von Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Markttwiete ein
ganzheitliches Marketingkonzept unter externer Moderation und Beratung für den
Innenstadtbereich vorliegen sollte, so Hans Tylinski.
Die
SPD ist sich sehr wohl bewusst, dass hier vor dem Hintergrund der im
Regionalbereich außerhalb von Bad Schwartau sich entwickelnden zusätzlich
Verkaufsflächen , erhebliche Wettbewerbsverschärfungen für den Handel im
Innenstadtbereich von Bad Schwartau zu erwarten sind.
Von
daher ist es elementar wichtig, dass sich die Beteiligten ( Politik, Handel- und
Gewerbe, Anlieger und sonstige Beteiligte ) unter externer Moderation
austauschen und über ein gemeinsames Konzept zielgerichtet Maßnahmen zur
Stärkung des Bad Schwartauer Zentrums entwickeln und umsetzen. Genau dieser
Schritt ist jetzt eingeleitet worden. Einstimmig hat der Hauptausschuss der
Stadt Bad Schwartau die Cima GmbH mit der analytischen Bestandsaufnahme für das
Zentrum von Bad Schwartau sowie mit der Moderation und Beratung der Beteiligten
beauftragt. Bereits in diesem Frühjahr sollen begleitende Workshops für die
bestehenden Aufgaben eingerichtet werden.
Die Versammlung wurde gegen 22.25
Uhr geschlossen.
Sandra Redmann
Hans Tylinski
Ortsvereinvorsitzende
Fraktionsvorsitzender
Meine Meinung
Planlos voran!
„Wir wollen ein Zeichen setzen und eine individuelle Bad Schwartauer Innenstadt für die Zukunft schaffen“ - nicht ganz so wörtlich, aber sinngemäß sprach Frau Brümmer zu den Anwesenden irgendwann während der vor Ideen nur so strotzenden, spannenden und atemberaubenden Präsentation der Firma TGP aus Lübeck. Denn mit dieser Zielsetzung gab es schließlich en Auftrag. Hätte sie vorher aufgepasst, wäre ihr nicht entgangen, dass der wortgewandte Planer gute 60 Minuten ein in sich schlüssiges Modell der Langeweile und Leblosigkeit vorgestellt hatte. Fulminante 3 Varianten kamen dem in Massen zum Sitzungssaal geströmten Menschen zur Ansicht. Die rund 0,4% der Bad Schwartauer Gesamtbevölkerung staunte über die grandiose Idee, vor einer Planung den Ist-Zustand der Markttwiete wegzudenken und eine dank Google-Earth leere Einkaufsmeile zu digitalisieren. Wow! Mit beeindruckendem Fachjargon wurde das Zentrum dann neu „bespielt“ - mit Bäumchen links, Bäumchen rechts und Bäumchen in der Mitte. Also eigentlich nur eine Idee mit fröhlichem Grüngeschiebe. Denn die bauliche Ausgestaltung der Twiete blieb baulich in allen Varianten identisch: Eine abgesenkte Ebene vor Matzen, ein um 8 Meter verschobener Brunnen vor Drews und ein Anlegesteg am kleinen See. Die Kreativität erging sich lediglichim Baumbestand und hier und da ein Wasserspiel, fantastischer Weise gepaart mit ein wenig Lichterglanz. Besonder gelungen der Ausbau der Auguststraße zum Eutiner Ring hin als quasi Fußgängerzone: Die Parkplätze mit virtueller Bebauungen verschönt und eine nette Baumreihe am Wegesrand - sehr schick. In der Realität jedoch nur ein neu gepflasterter Weg neben einer Schotterfläche und ohne Einkaufsmöglichkeit. Theorie eben. Und während man so wartete auf irgendein versehentlich einfließendes Highlight für die Zukunft unserer kleinen Stadt, durfte man sich das Bad schon vorstellen: Sterile Granitpflasterungen an Designerbänken, etwas Wassergespiel hier und dort - so richtig was zum Wohlfühlen und verweilen. Und vor allem so individuell: Obertrave Lübeck, Kühlungsborn, Timmendorf, Boltenhagen - es lebe der Granit! Die reine Behaglichkeit im OP-Outfit. Schwester, Tupfer! Sicher werden sich außerhalb der Geschäftszeiten, wie vom Planer prophezeit, unzählige Menschen in der Markttwiete zum netten Plausch auf den Bänken tummeln. Besser wäre gewesen, Menschenkenntnis statt Nostradamus zu bemühen: Wo nichts zu erleben ist, treffen sich auch keine Menschen. Und dann die Sache mit den Bäumen: Weg müssen sie, die Platanen! Unbeschneidbar und immer häßlich sollen sie sein. Sogar die Fassade von Matzen greifen sie schon an und in naher Zukunft werden sie eh von einem Ungeziefer dahin gerafft. Statt dessen neues Grün, ein wenig lichter und pflegeleichter. Nun, Pflege und Ausdünnung könnten die Platanen wohl erhalten, wenn man es denn täte oder getan hätte. Das allerdings gehörte nicht zu den Alternativen. (Wenngleich Variante B die Platanen wohl erhielte. Allerdings war das eher eine Alibi-Variante, um auf immerhin 3 „Ideen“ zu kommen.) Die anschließende „Diskussion“ brachte dann wieder etwas Leben in die Bude, wenngleich wenig ideenreiches dabei entstand. Die größte Sorge galt den Platanen, die allerdings Seitens der Verwaltung als Fehler der Vergangenheit eingestuft wurden; die Befahrbarkeit für Anlieferer und Taxen erschien zweifelhaft, wurde aber zugesichert. Selbst die multifunktionale Brauchbarkeit für Märkte und Feste war bedacht worden. Hierfür gab es sogar kleine Einblendungen. Allerdings mit Buden, die hier noch nie zu sehen waren (und hoffentlich auch nie in Erscheinung treten werden, da die selbst noch vorhandene Schaustellerstände unterböten). Meine Anmerkung hinsichtlich der sterilen und leblosen Ausgestaltung sowie die Frage nach einer wirklichen Alternative statt Bäumchen- Wechsel-Dich wurde vom Planer und Bauamt missbilligend zur Kenntnis genommen. Man sei schließlich erst in Stufe 1 der Planung. Details kämen später... So gegen 20.15 Uhr, die Besucherzahl hatte bereits stark abgenommen, sollte gar eine kleine Abstimmung zwischen den Varianten erfolgen. Die Verwaltung wünschte sich des Volkes Stimme. Aber irgendwie fiel diese Abstimmung dann doch aus. Fazit 1: 200.000 Euro für ein Sandkastenplanspiel - mal eben so versenkt in planlosem Aktivismus. Eine Straße zu überplanen ohne das Umfeld zu betrachten, auf ein städtisches Gesamtkonzept verzichtet man sicherheitshalber lieber ganz, die Lübecker Straße mit Nichtachtung strafen, eine Gestaltung losgelöst vom städtischen Gesamtbild - da war entweder der Auftrag schlecht definiert oder die abgelieferte Arbeit unterirdisch. Schade um jeden Euro. Fazit 2: Lerne von Stuttgart und verhindere rechtzeitig eine sich anbahnende städtebauliche Katastrophe. Fazit 3: Auf Alibi-Veranstaltungen sollte gänzlich verzichtet werden, um eine solche Farce nicht zu wiederholen. Und lieber vorher einen Plan machen, was man insgesamt will. So man es denn vermag, soweit voraus zu denken.
H-J Theelen
1. Antrag
der SPD-Fraktion zur Verabschiedung einer Resolution zum Thema
Schulpolitik für
die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 8. Juli 2010 Die
Stadtverordnetenversammlung möge die folgende Resolution beschließen und
der
Landesregierung sowie den Landtagsfraktionen übermitteln:
Die Stadt Bad
Schwartau appelliert an die Landesregierung und an die
Landtagsfraktionen,
den Schulgesetzentwurf in der vorgelegten Fassung abzulehnen.
1. Der
Schulgesetzentwurf bedeutet das faktische Aus für eine gymnasiale
Oberstufe an
unserer Gemeinschaftsschule. Viele Eltern sehen gerade die Möglichkeit,
dass
ihre Kinder an dieser neuen Schulart das Abitur in 9 Jahren machen, als
großen
Vorteil.
2. Unseren
beiden Gymnasien wird hierdurch ein "Bärendiesnst" erwiesen, denn unsere
sehr
gut angenommene Gemeindschaftsschule ( 125 Anmeldungen für das kommende
Schuljahr) lässt auf eine Entspannung in unseren überfüllten Gymnasien
hoffen.
3. Ein
G8/G9-Modell oder die Y-Variante sind für Bad Schwartau nicht
praktikabel und
werden von beiden hiesigen Gýmnasien nicht gewünscht. Im Übrigen weisen
wir
darauf hin, dass wir in Bad Schwartau bereits sowohl das G8-Abitur ( in
beiden
Gymnasien ) als auch das G9-Abitur in der Gemeinschaftsschule
anbieten.
4. Die Stadt
Bad Schwartau hat mehrere Millionen Euro in den letzten Jahren in die
Schulentwicklung investiert. Bei allen mehr oder weniger großen
Anfangsschwierigkeiten der in den letzten Jahren vollzogenen Schulreform
nehmen
wir eine große Akzeptanz des jetzigen Schulsystems wahr. Veränderungen
im nun
vom Ministerium für Bildung und Kultur vorgelegten Entwurf würden nicht
nur für
unabsehbare Verwerfungen sorgen, sondern auch für den Schulträger neue
unakzeptable Kosten bedeuten.
5. Eine
rückwärts gewandte Bildungspolitik gefährdet die mit großem Engagement
durchgeführte Schulreform in unserer Stadt.
6. Nicht nur
die kommunalen Spitzenverbände unterstützen die derzeitige
Schulentwicklung und
fordern Kontinuität von der Landesregierung, auch der Landesrechnungshof
unterstützt in seinen Aussagen ( LN vom 20.6.2010) diese Forderungen.
2.
Stellungnahme der SPD-Fraktion zur behindertengerechten Herstellung des
Marktplatzes.
Die SPD-Fraktion
unterstützt
uneingeschränkt die behindertengerechte Herstellung des Marktplatzes.
Bereits
seit Jahren war die Stadtverwaltung beauftragt, entsprechende bauliche
Möglichkeiten aufzuzeigen und in die politische Beratung einzubringen.
Bereits
vor über 10 Jahren hatte die SPD die damalige Behindertenbeauftragte des
Kreises
Ostholstein in die Fraktion eingeladen und auch über die Notwendigkeiten
einer
behindertengerechten Begehbarkeit des Wochenmarktplatzes öffentlich
informiert.
Zuletzt
vor
zwei Jahren hatte die Verwaltung dann
einen
Vorschlag unterbreitet, der jedoch nicht die Zustimmung des
Behindertenbeauftragten und des Seniorenbeirats fand. Insofern ist es zu
begrüßen, dass sie nunmehr eine Alternative vorgestellt hat, die auch
die
Zustimmung des Behindertenbeauftragten und des Seniorenbeirats
findet.
In der
jüngsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Sicherheit hat nach
alledem die
SPD sich nicht gegen die behindertengerechte Herstellung des
Marktplatzes
ausgesprochen. Vielmehr haben sich unsere Vertreter im Ausschuss der
Stimme
enthalten, da ihnen eine Entscheidung wegen einer überraschenden
Kostensteigerung ohne Erörterung dieser Maßnahme in der Fraktion noch
nicht
nützlich erschien. Das Bauamt hatte in seiner mit der Ladung
übermittelten
Verwaltungsvorlage nämlich noch Kosten in Höhe von ca. 80.000,--€
angegeben,
präsentierte dann aber in der Sitzung eine sog. Tischvorlage, laut der sich diese Kosten plötzlich auf fast
480.000,--€. versechsfachen sollten!
Nur wegen
dieser mysteriören Kostendifferenz wollten die SPD-Vertreter nicht
sofort in der
Ausschusssitzung, sondern erst nach erneuter Beraung in der Fraktion
endgültig
entscheiden, und enthielten sich folgerichtig der Stimme. Wenn diese
Gründe von unseren Ausschussmitgliedern rhetorisch so nicht hinreichend
deutlich gemacht worden und dadurch der Eindruck entstanden ist, dass
die SPD
die behindertengerechte Herstellung des Wochenmarktplatzes grundsätzlich
in
Frage stelle ( LN vom 19.6.2010), war dies weder beabsichtigt noch so
formuliert
worden. Vielmehr soll mit dieser Maßnahme ein gerade von der SPD seit
langem
gewünschtes und vorangetriebenes Projekt endlich realisiert werden!
Hans
Tylinski
Fraktionsvorsitzender
Die
öffentliche Mitgliederversammlung der SPD fand am 28. April 2010 um
19.00 Uhr in
der Gaststätte Lindenhof in Bad Schwartau statt.
Die Vorsitzende des OV,
Sandra Redmann begrüßte die
Mitglieder.
Auf der
Tagesordnung standen neben Nachwahlen zum Vorstand drei zentrale
politische
Themen zur Diskussion an. -feste Fehmarnbeltquerung,
-
-Ikea- Ansiedlung in
Dänischburg
-Kommunale Energieversorgung.
Zunächst wurden Hans-Peter Pahlke als neuer Kassierer, sowie
Hans-Jörg Thelen als neuer Schriftführer in den Vorstand nachgewählt.
Sandra
Redmann bedankte sich bei dem bisherigen Vorstandsmitglied und Kassierer
Richard
Winkeler für dessen langjährigen Einsatz und bedauerte dessen Rückzug
aus der
Vorstandsarbeit.
Sodann
wurden die Schwerpunktthemen diskutiert.
Feste Fehmarnbeltquerung Das sich die SPD Bad Schwartau gegen die Feste Fehmarnbeltquerung
ausspricht, ist bekannt. Wenn es im Hinblick auf den Staatsvertrag
und damit
aufgrund der tatsächlichen Situation um die Entwicklung der
Hinterlandanbindung
geht, sind jedoch mehr denn je gemeinsame Entschließungen der
Betroffenen
gefragt.
Der
Kreis plant für die Umlandgemeinden nach dem Ergebnis der
Info-Veranstaltung
vom 21.1.2010 zunächst
eine Betroffenheitsanalyse. Die
hierzu geplanten work-shops in den betroffenen Gemeinden bleiben
abzuwarten.
Vor dem
Hintergrund, dass der Bund für nur eine Trasse zur Verfügung steht und
folglich
auch nur eine Trasse finanzieren wird, scheidet die von einigen
gewünschte
Ersatztrasse aus.
Wir
müssen begreifen, dass wenn es zur festen Beltquerung kommt, die
Trassenanlieger
ohnehin Kröten schlucken müssen. Deshalb ist es wichtig, dass die
Betroffenen
sich nicht verzetteln, sondern tatsächlich geschlossen Lösungen
vertreten die
auch realistisch sind.
Sinnvoll
wäre die unabhängige Begutachtung der jetzt vorhandenen Trasse unter
Berücksichtigung der Anliegerinteressen einschließlich Lärmschutz.
Sinnvolle
Veränderungen im Trassenverlauf sind hier natürlich
einzubinden.
Die befürchteten
negativen Auswirkungen
insbesondere des Güterverkehrs sind soweit zu minimieren wie irgend
möglich.
Es muss
jedem klar sein, dass ein optimales Ergebnis hierfür nur erreicht werden
kann,
wenn die betroffenen Umlandgemeinden und der Kreis zusammenstehen. Am 27.05. wird der SPD-OV nochmals mit
Bürgerinnen und Bürgern in Kaltenhof ins Gespräch kommen. Hierzu ist
auch der
Landtagsabgeordnete Lothar Hay vor Ort. Ansiedlung
von Ikea ein
Risiko für Bad Schwartau?
Grundsätzlich kann jede gewerbliche
Ansiedlung im Nahbereich von Bad Schwartau im Wettbewerb auch ein Risiko
darstellen. Allerdings muss die Stadt Bad Schwartau sich darüber im
Klaren sein,
dass die alleinige Verhinderung derartiger Ansiedlungen zum Schutz des
Bad
Schwartauer Einzelhandels nicht das Etappenziel sein können, vielmehr
eher
aussichtslos erscheinen.
Hinzu kommt, dass die Ansiedlung von
Ikea in Dänischburg mit einer Investition von 120 Mill. Euro und der
Entstehung
von vielen Arbeitsplätzen auf einer derzeitigen Industriebrache der
Region
Vorteile bringt. Das bestreitet wohl niemand. Wenn nun insgesamt in den
nächsten
Jahren über Ikea, Herrenholz und XXXLutz-Möbelhaus mit zusätzlich etwa
145.000
qm zusätzlicher Verkaufsfläche im Lübecker Raum zu rechnen ist, Bad
Schwartau
hat in der Innenstadt keine 30.000qm, dann kommen tatsächlich Ängste
auf.
Nach Auffassung der SPD muss aber in
Bad Schwartau mehr passieren,
als nur ein Klagelied anzustimmen. Die jetzige in Auftrag gegebene
städtebauliche Überplanung des Innenstadtbereichs ist ein Schritt in die
richtige Richtung. Darüber hinaus bedarf die Innenstadt mit den
vorhandenen
Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten einer professionellen
Entwicklungskonzeption. Hier ist auch die Verwaltung gefordert
federführend
tätig zu werden. Eine konzertierte Aktion unter Beteiligung der
Verwaltung, der
Kaufmannschaft, der Selbstverwaltung unter Begleitung eines
ausgewiesenen
externen Experten für die gewerblichen Entwicklungsmöglichkeiten einer
Mittelstadt wie Bad Schwartau erscheint nach Auffassung der
Sozialdemokraten der einzige Weg unsere Stadt für die
Zukunft attraktiver zu gestalten.Wir können es uns
nicht leisten,
bestehende positive Entwicklungsmöglichkeiten zu vernachlässigen und
lediglich
den Bestand zu verteidigen.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit
konnte das dritte zentrale Thema, kommunale Energieversorgung ,
nicht
mehr auf der MV diskutiert werden. Hierzu wird es kurzfristig eine
weitere
Mitgliederversammlung geben.
Die Versammlung wurde gegen 22.00
Uhr geschlossen.
Sandra
Redmann
Hans Tylinski
Ortsvereinvorsitzende Fraktionsvorsitzender
Privatisierung von
Dienstleistungen zur gesellschaftlichen Daseinsfürsorge ist eben nicht
immer wirtschaftlich!
Wenn der Bürgermeister sagt, über
die Privatisierung bisheriger Baubetriebshofleistungen werde Geld gespart, muss
er den Menschen auch sagen wodurch!
Es ist ja eben nicht so, dass über
die Umschichtung von Dienstleistungen in den privaten Bereich Geld gespart wird.
Vielmehr wurde Geld dadurch eingespart, dass Dienstleistungen für unsere
Einwohnerinnen und Einwohner nicht mehr erbracht werden.
Wir erkennen das in unseren
Grünanlagen. Wir sehen dies im Bereich Stadtsauberkeit und jetzt auch beim
Winterdienst. Früher haben die Bauhofsmitarbeiter bei Spitzenbelastungen
Überstunden gemacht, die später abgefeiert wurden. Jetzt werden diese
Spitzenleistungen auf dem freien Markt eingekauft, zu einem Zeitpunkt wo diese
eben sehr teuer sind. 500.000,--€ und mehr lassen grüßen.
Ansonsten würde die Verwaltung ja
einräumen, dass sie sich nicht in der Lage sieht für den eigenen betrieblichen
Bereich eine wirtschaftliche Arbeitsplanung auf den Weg zu bringen.Wir erleben gegenwärtig auch in
anderen gesellschaftlichen Bereichen der Daseinsvorsorge, dass Privatisierung
nicht das Allheilmittel ist. Gerade in Bereichen,wo die Kommune über
gebührenrechtliche Verpflichtungen sich ohnehin nicht aus der Verantwortung
stehlen kann, gibt man nicht ohne Not jegliche Steuerungsinstrumente aus der
Hand. Privatisierung ist meistens
eine reine Tarifauseinandersetzung,
Berücksichtigung privatwirtschaftlicher Profitinteressen und ein
gutes Stück Bequemlichkeit der öffentlichen Hand. Die Zeche zahlt am Ende immer
der Steuer- und Gebührenzahler. Hans Tylinski Fraktionsvorsitzender
SPD-Klausurtagung am 5.Dezember 2009 in Bad
Schwartau
Wie auch in den
Jahren zuvor traf sich der SPD-Vorstand und die Fraktion in mitgliederoffener
Runde zu einer Klausurtagung. Zur Diskussion stand der bundespolitische
Neuanfang sowie die konkreten politischen Arbeitsziele der SPD Bad Schwartau in
2010.
Die SPD habe auf ihrem Parteitag einen
"klaren Blick" bewiesen, offen und fair darüber diskutiert, was in der
Vergangenheit gut war und was schlecht. Dresden markiere den Neuanfang, den
"Aufbruch für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands". Eine Aufgabe, die
nicht der Parteivorstand allein wahrnehmen könne, sondern die sich der ganzen
Partei stelle - von den Ortsvereinen über die Bezirke bis hin zu den
Arbeitsgemeinschaften. "Politikwerkstatt". Die SPD-Bad Schwartau
unterstützt diese Aussagen des neuen Vorsitzenden, den verkündeten Aufbruch und wird sich hieran
entschlossen beteiligen.
Konkrete politische
Ziele für 2010 sieht der Ortsverein und die Fraktion im Bereich Sozial- und
Familienpolitik. So fordern wir den Einsatz von sozialpädagogischen Kräften
für alle Schulenin Bad Schwartau. Die Forderung nach kostenlosen
Kita- und Betreuungsplätzen in Schulen für mehr Chancengleichheit und zur
Bekämpfung von Kinderarmut steht nach wie vor ganz vorn auf der Agenda. Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt sollten wir hier über die Verstärkung des Sozialfonds
die bereits vorhandenen kommunalen Leistungen intensivieren.
Das Thema
"feste Beltquerung" und die hiermit verbundene Entwicklung einer
anliegerverträglichen Hinterlandanbindung stellt eine weitere Herausforderung in
2010 dar. Hier geht es um die Bündelung aller kommunalen Kräfte, um den
Forderungen gegenüber dem Bund für eine
weitestgehend sozialverträgliche Entwicklung der vorhandenen
Trassenführung den notwendigen Nachdruck zu verleihen.
Bei den
energiepolitischen Überlegungen der SPD steht der nachhaltige Einsatz von
erneuerbaren Energien mit im Vordergrund. Um hier regional und örtlich künftig
verantwortlicher mitgestalten zu können, ist es wichtig, sich bei dem in 2011
auslaufenden Wegenutzungsvertrag für die Stromversorgung künftig mehr Rechte zu
sichern als bisher. Der gemeinsame Ankauf des vorhandenen Stromnetzes mit einem
regionalen Energieversorger ist hierbei eine mögliche Option.
Insgesamt wird die
SPD bei den angesprochenen Themen
wie auch in allen weiteren Leistungsbereichen, seien sie infrastruktureller und
umweltpolitischer Art, im Bereich der Stadtentwicklung oder in der Verbands-
oder Vereinsarbeit angesiedelt, darauf achten, dass eine möglichst breite
Beteiligung der betroffenen Bevölkerung sichergestellt
wird.
Sandra Redmann MdL
Hans Tylinski
Ortsvereinvorsitzende
Fraktionsvorsitzender
Bad Schwartau den 01.12.2009
Feste
Fehmarnbeltquerung und notwendige Hinterlandanbindung;Schulterschluss
der Betroffenen ist erforderlich Dass die SPD Bad Schwartau sich gemeinsam mit den übrigen SPD-Ortsvereinen
Ostholsteins eindeutig zur Hinterlandanbindung der Festen
Fehmarnbeltquerung positioniert hat, und sich gegen die Feste Fehmarnbeltquerung
ausspricht, ist bekannt. Wenn es im Hinblick auf den Staatsvertrag und damit
aufgrund der tatsächlichen Situation um die Entwicklung der Hinterlandanbindung
geht, sind jedoch mehr denn je gemeinsame Entschließungen der Betroffenen
gefragt.
Das CDU
– Forum in Bad Schwartau am 3.12.09 möchte die Kräfte bündeln, gibt aber bereits
jetzt den Weg, den Kreis zu bitten hinsichtlich einer Ersatztrasse ein
Gutachten in Auftrag zu geben, vor. Dies hält die SPD für falsch.
Der
Kreis plant für die Umlandgemeinden eine Info-Veranstaltung am 21.1.2010 und
möchte zunächst eine Betroffenheitsanalyse auf der Basis des Staatsvertrages
erstellen lassen und beklagt, dass Trassenvarianten, die keine Durchfahrten der
Orte beinhalten, nicht in die Vorentwurfsplanung einbezogen
wurden.
Vor dem
Hintergrund, dass der Bund für nur eine Trasse zur Verfügung steht und folglich
auch nur eine Trasse finanzieren wird, scheidet die von einigen gewünschte so
genannte "Hochgeschwindigkeitstrasse" schon aus Finanzierungsgründen aus.
Ansonsten bliebe den Küstengemeinden nur eine regionalisierte Trasse, die sie
künftig zusammen mit dem Land allein finanzieren müssten. Schließlich ist der
Regionalisierungstopf seit geraumer Zeit erschöpft. Für Bad Schwartau würde dies
bedeuten, dass Kostenbeteiligungen durch den Bund, wie zum Beispiel für die
Beseitigung des höhengleichen Bahnüberganges Kaltenhof, nicht mehr gegeben
wären. Darüber hinaus würde auch eine Ersatztrasse niemals Lübeck und damit auch
Bad Schwartau abkoppeln.
Wir
müssen begreifen, dass wenn es zur festen Beltquerung kommt, die Trassenanlieger
ohnehin Kröten schlucken müssen. Deshalb ist es wichtig, dass die Betroffenen
sich nicht verzetteln, sondern tatsächlich geschlossen Lösungen vertreten die
auch realistisch sind.
Sinnvoll
wäre die unabhängige Begutachtung der jetzt vorhandenen Trasse unter
Berücksichtigung der Anliegerinteressen einschließlich Lärmschutz. Sinnvolle
Veränderungen im Trassenverlauf sind hier natürlich
einzubinden.
Im
Ergebnis wird es am Ende aber nur eine Trasse geben.
Es geht
jetzt darum, die befürchteten negativen Auswirkungen insbesondere des
Güterverkehrs soweit zu minimieren wie irgend möglich. Es muss jedem klar sein,
dass ein optimales Ergebnis hierfür nur erreicht werden kann, wenn die
betroffenen Umlandgemeinden und der Kreis zusammenstehen.
Hans
Tylinski
Fraktionsvorsitzender
Bad Schwartau den 20.11.2009 Feste
Fehmarnbeltquerung und notwendige Hinterlandanbindung
Die SPD
Bad Schwartau hat sich gemeinsam mit den übrigen SPD-Ortsvereinen Ostholsteins
eindeutig zur Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung
positioniert. Sie spricht sich nach wie vor grundsätzlich gegen die Feste Fehmarnbeltquerung aus. Aufgrund des bestehenden Staatsvertrages zwischen
Dänemark und Deutschland müssen wir jedoch leider davon ausgehen, dass die feste
Beltquerung kommt.
Alle
Ortsvereine in den 3 Arbeitsgebieten der SPD im Kreis Ostholstein Nord, Mitte
und Süd haben sich danach gegen eine mit dem Lineal durch Ostholstein gezogene
Hochgeschwindigkeitstrasse, so wie sie von der IHK Lübeck, neuerdings auch von
den Skandinaviern und Teilen der CDU gefordert wird, ausgesprochen. Bei dieser
Trasse werden täglich bis zu 210 Züge mit einem Tempo von 220 durch unseren
Tourismuskreis rasen und damit wäre Ostholstein „abgehängt“ und Transitstraße.
Die SPD Bad Schwartau wie auch die Kreis SPD setzt sich für eine gemeinsame
Bahntrasse für den Personen- und Güterverkehr ein, der
die ungeliebte Feste Fehmarnbeltquerung an den Zugverkehr anbinden soll. Die
Kreispartei plädierte für eine Ertüchtigung der bestehenden Trasse mit
stellenweisen Schwenkungen, über die der starke und ungleich lautere Bahnverkehr
abgeleitet werden soll. Die touristisch geprägten Orte werden weiterhin über die
jetzige Trasse erreichbar sein. Nur dadurch ist eine Schadensbegrenzung für die
Region, in der der Tourismus eine wirtschaftlich entscheidene Rolle spielt
möglich. Weiterhin ist die SPD Kreistagsfraktion beauftragt worden den Antrag
einzubringen, dass bei der Vorplanung der Trassenvarianten für die
Schienenhinterlandanbindung die Kommunalparlamente der Städte und Gemeinden des
Kreises Ostholstein im Planungsraum mit zu beteiligen
sind.
Folgende
Forderungen zur Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung werden zur Zeit
von der SPD gestellt: 1. –eine rechtzeitige und nachhaltige Beteiligung der
Gemeinden und Städte an der Planung. 2. - einen
sozial- und umweltverträglichen Ausbau der Bahn- und Autobahntrasse. 3. –den Erhalt des schienengebundenen
öffentlichen Nahverkehrs. 4. –keine zusätzliche Trasse, sie könnte eine Tür
für Hochgeschwindigkeitszüge öffnen, die ohne Stopps durch unsere Region
rauschen - deshalb: Ostholstein darf kein Transitkreis
werden. 5. –einen adäquaten und attraktiven Ersatz für unmittelbar durch die
Fehmarnbeltquerung wegfallenden Arbeitsplätze 6. –einen Sonderfond für die
Tourismusbranche in der Region zum Ausgleich entstehender Verluste. 7.
–Lärmschutzmaßnahmen 8. –Eingriffe in die Natur und Landschaft vermeiden bzw.
minimieren.
Für die
geplante Hinterlandanbindung muss jetzt sehr schnell Klarheit für eine
umwelt- und sozialverträgliche Lösung her, damit die
Menschen, die hier leben, wenig
beeinträchtigt werden.
Vor
diesem Hintergrund unterstützt die SPD die Forderungen der Bürgerinitiative Bad
Schwartau gegen die feste Beltquerung. Sie hält auch grundsätzlich Foren zu
diesem Thema für wichtig um den notwendigen politischen Druck aufzubauen, die
Forderungen zum Verzicht auf die feste
Beltquerung aber auch paralell
hierzu für den Fall des Scheiterns die bez. Forderungen zur Hinterlandanbindung
durchzusetzen.
Sandra Redmann Ortsvereinvorsitzende MdL
Hans Tylinski Fraktionsvorsitzender
Einladung nach Bad Doberan Am 3, Oktober folgten diverse Stadtverordnete und Bürgermeister
Schuberth einer Einladung
in unsere Partnerstadt Bad Doberan. Nach einer Feierstunde besichtigten
wir gemeinsam das
Stadt + Bädermuseum. Bei einem Grillimbiss wurde der Gedankenaustausch
fortgesetzt.
Altbürgermeister Bahrdt und Verwaltungsstarthelfer Hans Tylinski trugen
mit Anekdoten
aus der Startzeit zur Unterhaltung bei.
Wir freuen uns auf ein
Wiedersehen am 03,10,2010
in Bad Schwartau.
SPD
fordert zur Beratung des 1. Nachtragshaushalts 2009 am 24.09.09 in Bad SchwartauAnpassung der
Spielgerätesteuersatzung Bereits
in 2006 wurde von der Verwaltung die Neufassung einer Spielgerätesteuersatzung
in die politische Beratung eingebracht. Mit den Stimmen von CDU und WBS wurde
diese Neufassung auch verabschiedet, rückwirkend zum 1.1.1997. Im Ergebnis
durfte die Stadt den Aufstellern von Spielautomaten für die Vergangenheit rund
100.000,--€ erstatten. In der Zukunft brachen die Einnahmen rund um die Hälfte
ein ( statt 50.000,--€ jährlich nur noch ca. 27.000,--€).
Die SPD
hatte die sachliche Notwendigkeit dieser Maßnahme stets bezweifelt und dies als
Steuergeschenk für Aufsteller von Geldspielgeräten bezeichnet. Selbst vor dem
Hintergrund, dass die Abkehr vom Stückzahlenmaßstab für die Besteuerung und
Hinwendung zur umsatzorientierten Besteuerung rechtlich notwendig war, hatte die
SPD den Vorwurf erhoben, dass der festgesetzte Steuermaßstab von 6% des Umsatzes
deutlich zu niedrig angesetzt war. Die Verwaltung hatte dies zurückgewiesen und
den Hinweis gegeben, höhere Steuern seien rechtlich nicht durchsetzbar. In
der Berichterstattung der
Verwaltung ein Jahr später zu diesem Thema wurde diese Haltung
bestätigt.
Die
Stadt Kiel hatte zwischenzeitlich hier einen Steuersatz von 12% des Umsatzes
festgesetzt. Auch nach höchstrichterlicher Rechtsprechung wurde dieser
Steuersatz bereits vor einiger Zeit als rechtlich legal und damit zulässig
bestätigt. Die Verwaltung hat es bislang nicht für nötig erachtet, die
Selbstverwaltung hiervon zu unterrichten.
Es war
stets Ansatz der SPD die Ausbreitung von Spielhallen in der Stadt aus sozialen
Gründen, insbesondere Bekämpfung der Spielsucht einzudämmen. Vergleicht man den
Steuersatz für Geldspielgeräte in Bad Schwartau mit Umlandgemeinden, wird man
feststellen, dass die Solbadstadt seit 2006 durchaus als Mekka für Aufsteller
von Geldspielgeräten bezeichnet werden kann. Es gibt keine Gemeinde in
Schleswig-Holstein, die niedrigere Spielgerätesteuern
erhebt.
Aus den
genannten Gründen und der angespannten Haushaltssituation der Stadt bei Beratung
des 1. Nachtragshaushalts 2009 beantragt die SPD die Verwaltung zu beauftragen,
hier unmittelbar eine Anpassung der Spielgerätesteuer vorzubereiten mit einem
Steuersatz von mindestens 10%.
Hans Tylinski
Fraktionsvorsitzender
Viele
sind verwundert über die Wankelmütigkeit in der Bad Schwartauer Union, wenn es
um die Schulentwicklung geht. War es reiner Opportunismus, der die Union die
Weichenstellungen Richtung Gemeinschaftsschule und die Übertragung der Gymnasien
auf die Kommunen mit den sich hieraus ableitenden Investitionen mitgehen ließ?
Schwingt da die Hoffnung mit, dass CDU-Schulpolitik nach gewonnenen Wahlen
wieder in die Vergangenheit gerichtet werden kann?
Den ewig
Gestrigen in der Union sei gesagt, das eine bessere Bildungspolitik etwas mit
dem zu tun, was wir gerade erleben. Hierzu zählen im Weiteren freie Kita-Plätze,
Verzicht auf Schulgeld und Studiengebühren und der Ausbau von Ganztagsschulen.
Nur mehr Bildung für alle Gesellschaftsschichten wird uns die notwendigen
Arbeitsplätze von morgen sichern und wenn wir von Ganztagsschulen reden, die
auch für Gymnasien über G 8 praktisch eingeführt wurden, dann muss man auch über
einen geordneten Mittagstisch reden. Jede Schule verdient eine eigene
Mensa.
Das GaM
hat diesen Zug der Zeit bereits vor Jahren erkannt und richtet sich über die
Anerkennung als offene Ganztagsschule konsequent entsprechend aus. Die jetzt
geplante Mensa stellt hier mehr da, als nur die Möglichkeit einen Mittagstisch
einzunehmen. Mensen der Zukunft sind Garanten für gesunde Ernährung, sind
Kommunikationszentren für Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern. Hier soll
gemeinsam gegessen und kommuniziert werden, Kraft getankt werden für den
Nachmittagsbereich. Restaurantcharakter ist hier gefragt.
Gerade
ein Gymnasium, das sich trotz widriger Umstände im Hinblick auf notwendige
Lehrerplanstellen pluralistisch als Ganztagsschule entwickelt hat, verdient hier
die volle kommunale Unterstützung. Im übrigen sollte die Kontinuität bereits
gefasster Beschlüsse und Verträge nicht in Frage gestellt werden, wenn man denn
gerade auch bei diesem Thema glaubwürdig bleiben will.
Hans Tylinski
Fraktionsvorsitzender
05.09.2009 Infostand zur Fehmarnbelt Querung in Kaltenhof
Pressemitteilung des SPD-Ortsvereinsvorstandes
vom 16.07.2009
Die Bad Schwartauer SPD will mit
einer Reihe öffentlicher Vorträge und Diskussionen die Einwohner und
städtischen Gremien für das Projekt „Kommunale Energieversorgung auf Basis
regenerativer Energien“ mobilisieren. Weil nämlich die Konzessionen für das
E-Netz im Jahre 2011 und für das Gas-Netz wenige Jahre später auslaufen, ist es
höchste Zeit für einen Umschwung der städtischen Energiepolitik, und zwar
zunächst für den Rückkauf der ehemals städtischen Versorgungsnetze durch die
Stadt. Dieser Rückkauf ist zwingend erforderlich, da die Stadt nur als
Verfügungsberechtigte über ein eigenes Stromnetz die Lieferanten und deren Art
der Energieerzeugung sowie mit der Kalkulation und Festlegung der Netzgebühren
letztlich auch den Verbraucherpreis maßgeblich bestimmen kann.
Auf einer ersten Veranstaltung
hat als Gastdozent daher Olaf Schulze,
der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kürzlich über
wesentliche Probleme informiert, mit denen die Stadt bei einem solchen Rückkauf
konfrontiert werden wird. Schulze machte deutlich, dass die
traditionellen Energieversorger schon wegen des drohenden Verlustes der durch
ihre Monopolstellung bedingten maßlosen Profite den rückkaufwilligen Kommunen auf
allen Ebenen große Schwierigkeiten zu machen pflegen. So werde die Stadt sich
u.a. schon bei der Ermittlung des Kaufpreises mit erheblichen Differenzen in
der Bewertung der Netze sowie in der Frage auseinandersetzen müssen, welche
rückständigen Investitionen die scheidenden Energieversorger vor
Konzessionsablauf noch schulden.
Der Vorstand der SPD Bad
Schwartau begrüßt, dass die Stadtverwaltung inzwischen das von ihm angestoßene
Thema „Kommunale Energieversorgung“ aufgegriffen und mit der Prüfung rechtlicher,
wirtschaftlicher und technischer Probleme einer Rückführung der
Versorgungsnetze an die Stadt begonnen hat. Er hat auf seiner Sitzung am
16.07.2009 dazu einstimmig beschlossen: „Die Vertreter der SPD mögen in den
städtischen Gremien beantragen, Folgendes zu beschließen: Die Verwaltung hat in
ihre Prüfung auch die Möglichkeiten einer breiten Nutzung regenerativer
Energien vor Ort einzubeziehen. Wegen der sehr speziellen und komplexen
Problematik – z. B., ob in Bad Schwartau aufgrund der Windverhältnisse auch
eine städtische Groß-Windkraftanlage möglich ist, und ferner genügend
Freiflächen verfügbar sind, um eine Megawatt-Solaranlage betreiben zu können,
und ob eine Groß-Wärmepumpe über Grundwasser oder Erdreich funktionieren könnte
usw. – hat die Verwaltung sich umfassend von externen Fachingenieuren beraten
zu lassen und die städtischen Gremien und Einwohner ständig auch über
Zwischenergebnisse jeweils auf dem Laufenden zu halten.“
Daneben hat der SPD-Vorstand den
Plan der Stromkonzerne abgelehnt, nach dem Kreis Nordfriesland auch den Kreis
Ostholstein als Lagerstätte (CCS) für das giftige Treibhausgas Kohlendioxyd (CO2)
vorzusehen. Bekanntlich wird konkret geplant, CO2 aus geplanten neuen (!)
Braunkohlekraftwerken über eine Pipeline heranzuführen und dann in über 1.000 m
unter unserer Erde zu speichern. Die Risiken dieser Speichertechnik sind
mangels nötiger Erfahrungen noch nicht hinreichend bekannt. Es gibt z. B.
Befürchtungen, die von einer Vermischung salzhaltigen Wassers mit unserem
Trinkwasser, von einer möglichen Verschiebung der Erdschichten (Erdbeben) usw.
und von weiteren erheblichen
Umweltgefährdungen für unsere Region ausgehen, die erst sorgfältig erforscht
und beherrschbar gemacht werden müssten. Zwar ist der Entwurf des sog.
CCS-Gesetzes kürzlich von der Tagesordnung des Bundestages genommen worden,
dies aber offenbar nur wegen seiner vor dem bevorstehenden Wahlkampf
unerwünschten politischen Brisanz, sodass er nach der Wahl von den
Energiekonzernen und der diesen nahestehenden Lobby sicherlich wieder
hervorgeholt werden wird.
Auch deshalb legt die SPD Bad
Schwartau Wert darauf, die regenerativen Energien vor Ort bestens zu fördern,
da jedes zusätzliche Kilowatt aus Solar-, Wind- oder Erdenergie einen Beitrag
dazu leisten wird, den Bau weiterer umweltschädlicher Braunkohlekraftwerke zu
vermeiden.
Das 1. Skatturnier der SPD Bad Schwartau, am 17.04.2009, hat einen Sieger!
Dirk Weetendorf(re). Die Übergabe durch den Kassenwart Richard Winkeler(links)
trotz der Osterferien nahmen 22 Spieler an dem Turnier teil. Dirk Weetendorf erreichte stolze 2223 Punkte, neben dem Pokal konnte er einen schönen Sonntagsbraten auswählen. Wunsch der Skatspieler: Das Turnier zur Dauereinrichtung machen. Wir arbeiten dran!
Jahreshauptversammlung am 17. März 2009
Am 17. März in der Jahreshauptversammlung stellte sich der Geschäftsführende Vorstand und die Beisitzer zur Wiederwahl.
Gewählt wurden als 1. Vorsitzende Sandra Redman, als stellvertredender Vorsitzender Rainer Bahrdt, als Kassenwart Richard Winkeler, als Schriftführer Hans-Peter Pahlke und als Organisationsleiter Manfred Mohr.
Zum Beisitzer/in wurden gewählt: Axel Gieseler, Elisabeth Kremer, Manfred Hanisch, Britta Petermann, Lothar Petermann und als neuer Beisitzer Uwe Beckmann.