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SPD will Stadtleben ohne Tristesse  
Bad Schwartau reduziert sich für viele Auswärtige und Einheimische als nette Marmeladenstadt mit Kurbetrieb und 1000 freien Parkplätzen. Ein Profil der Stadt, was das kulturelle und soziale Miteinander ausmachen und einen Lebensraum erst lebenswert machen, ist kaum vorhanden. Außer an den Markttagen und vor dem italienischen Eiscafé ist in Bad Schwartau Tristesse angesagt. Wer selbst in Sommertagen abends durch den Ort spaziert, muss sich lange umschauen, um Gleichgesinnte, geschweige denn Stadtleben wahrzunehmen.  
Keine Frage: Unsere Stadt ist aus dem „Graue-Maus-Image“ der 50er-Jahre herausgetreten und hat sich in den 70er/80er-Jahren auf den Weg gemacht, einen modernen Ort zu entwickeln. Die Infrastruktur, die Gewerbeanbindung und auch das Wohnraumgefüge stimmen.  
Aber reicht das für ein lebendiges Stadtleben? Und das mit dem „Wohlfühlen“ ist so eine Sache: erstens subjektiv und zweitens sehr individuell. Die Wohlfühl-Bedarfe wurden von vielen unserer Bürgerinnen und Bürgern eher in umliegenden Ortschaften zufrieden gestellt.   Die CDU hat für die Entwicklung des Stadtlebens in Bad Schwartau in den letzten Dekaden nun wahrlich kaum einen nennenswerten Beitrag geleistet. Stattdessen schmückt sie sich mit fremden Federn: Ohne sachlichen Hintergrund sollten 3 Millionen Euro in die Umgestaltung der Markttwiete gepumpt werden. Erst auf Nachdruck durch die SPD und die WBS wurde die CIMA beauftragt, ein Stadtentwicklungskonzept zu entwickeln.
Eine solide Finanzpolitik sieht anders aus, Frau Brümmer.       
Jahrzehntelang hat die CDU eine zukunftsorientierte Bildungspolitik boykottiert. Wenn es nach dem Willen der SPD gegangen wäre, hätte unsere Stadt schon vor 15 Jahren eine Gesamtschule (jetzt Gemeinschaftsschule) gehabt. Auch die Investitionen für die Kinderbetreuung – vor allem die U3-Plätze- ist nur auf Druck der Sozialdemokraten zu Stande gekommen. Die Ausstattung der weiterführenden Schulen mit Sozialpädagogen wird jedoch weiterhin von der CDU verhindert, obwohl die Schulen danach schreien.   
Natürlich zögere die CDU bei Entscheidungen neuer Entwicklungen. Bestes Beispiel ist hierfür die Ablehnung zum Beitritt des Klimabündnis. Unsere Nachbargemeinden haben uns im Bereich der regenerativen Energien, der besonders umweltschonenden Techniken meilenweit abgehängt. Bad Schwartau war mal Vorreiter unter SPD Führung in dieser Region vor ca. 20 Jahren. Allerdings ist in den darauf folgenden 20 Jahren unter CDU Führung nichts mehr geschehen. Die neueren, wenn auch kleinen Bemühungen sind letztendlich auf Initiative von der SPD erfolgt. 
Für Frau Stammer und die CDU kommt der Strom ja aus der Steckdose und Umweltbewußtsein ist nur ein Lippenbekenntnis.  
Für die SPD hängt eine positive Stadtentwicklung aber entscheidend von folgendem Punkt ab: Unsere Stadt muss kinder- und familienfreundlicher werden. Wir brauchen bezahlbaren Wohn- und Lebensraum für Familien, qualitativ gute Kindergartenplätze und Schulangebote, attraktive Spielplätze und vernünftige Jugendarbeit auch in den Stadtteilen. Erst wenn Kinderlärm und viele Jugendaktivitäten eine Stadt durchdringen lebt eine Kommune.    

SPD Ortsverein Bad Schwartau  

stellvertretender Vorsitzender

Uwe Beckmann